Danke für die großartige Unterstützung!

Mark – 2010-01-24

Die Resonanz war überwältigend und eure Kommentare, Tweets und Ratschläge haben mich sehr beeindruckt. Ich sehe mich in meiner Entscheidung bestätigt, mich zur Wehr zu setzen und diesen Vorfall publik zu machen. Hätte ich einfach im Stillen die Unterlassungserklärung unterschrieben, so fürchte ich, hätte dies großen Unternehmen und der öffentlichen Hand Vorschub geleistet, mit Einschüchterung des kleinen Mannes eigene Interessen durchzusetzen.

Denn hier geht es ums Prinzip: auch eine Stadt muss mit ihren Bürgern auf Augenhöhe kommunizieren und nicht weil sie die Stärkere ist, direkt die Rechtskeule schwingen. Aus meiner Sicht lassen sich aus dieser Angelegenheit zwei Lehren ziehen:

  1. Liebe Stadtoberen, wenn ihr ein Twitter Account von einem Bürger möchtet, sucht das Gespräch und winkt nicht mit einer Unterlassungserklärung in erster Instanz. Ein freundliches „Bitte“ kann Wunder bewirken.
  2. Liebe Mitbürger – lasst euch nicht einschüchtern. Ihr habt eine Stimme und es ist egal wer ihr seid, es gibt immer eine Möglichkeit sich über das Web Gehör zu verschaffen.

Die Stadtoberen haben jetzt Gesprächsbereitschaft signalisiert und für Montag zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch ich bin gesprächsbereit und mein Interesse ist es nicht, die Sache eskalieren zu lassen. Daher habe ich die Einladung angenommen.

Ich halte euch auf dem Laufenden, hier und natürlich auf @Mannheim.

Mark

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Kategorien: Allgemeines

3 Kommentare

  1. Daniel Große am 2010-01-24 um 15:52

    Sehr gut. Ergebis des Gespräches sollte meiner Meinung aber nicht sein, dass die Stadtverwaltung jetzt artig Bitte-Bitte sagt und Du übergibst den Account. An Deiner Stelle würde ich ihnen einen Kurs in Social Media und allgemeiner Medienkompetenz nahe legen. Frag sie doch mal, ob sie als Stadt überhaupt den Account benötigen.

  2. Wilhelm Entenmann am 2010-01-24 um 18:38

    Lieber Mark, auch im Mannheimer Rathaus sitzen eben hauptsächlich Beamte und Juristen, die sich, und hier stimme ich Dir und meinem Vorredner Daniel zu, im Umgang mit den, aus Beamtensicht lediglich zu verwaltenden Bürgern, nur selten auf Kommunikationstechniken verstehen bzw. diese als Top-down ohne Bottom-up betreiben.
    Vielleicht gibt Dein Fall wichtige Impulse für das von OB Dr. Kurz angestrebte CHANGE²-Projekt für unser Mannheim.
    In diesem Sinn viel Erfolg für das morgige Gespräch.

  3. Zikke am 2010-01-24 um 20:21

    Finde es auch gut das es Pup gemacht wurde, so etwas kann ja nicht angehen, gleich mit dem Gesetzbuch ins Haus fallen. Mann muss sich nicht alles gefallen lassen.

    Freue mich auf weitere Informationen in diesem Fall.

    MfG
    Zikke

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