Online BeraterDie Online Beratung hat in der Versicherungsbranche schon vor einer Weile Fuß gefasst und ist mittlerweile fest mit der modernen, digitalen Versicherungsberatung verwachsen. Die Online Beratung in der Versicherungsbranche als vorübergehenden Hype abzutun, wird immer schwerer. Das zeigen jetzt auch wieder neue Studien. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über die neuesten Artikel, sowie unsere wichtigsten Ressourcen zum Thema Online Beratung.

Versicherungswirtschaftheute zitiert in einem Bericht von letzter Woche eine Studie der Universität St. Gallen, derzufolge die Online-Beratung in fünf Jahren in der Versicherungsbranche die Regel sein wird. Das heißt nicht, dass die gesamte Beratung durch ein Selbststudium online erfolgt und die persönliche Komponente völlig wegfällt. Tatsächlich werden in Zukunft wohl vor allem die Versicherungsunternehmen und Berater erfolgreich sein, die die Balance zwischen Persönlichkeit und Digitalisierung halten können. Dabei ist es auch wichtig, die individuellen Kundenbedürfnisse richtig zu beurteilen – jeder Kunde landet auf dem Spektrum zwischen dem Wunsch nach persönlicher Betreuung einerseits und Effizienz andererseits wohl an einer anderen Stelle.

Dass die Digitalisierung immer weiter voranschreitet, ist nicht erst seit letzter Woche bekannt. Bereits letztes Jahr titelte av-finance.com im April: „Der Makler der Zukunft: Digitalisierung im Vertrieb nur eine Frage der Zeit“. Das beginnt beim professionellen Webauftritt der einzelnen Berater und führt weiter zur Kommunikation per Smartphone und schließlich der Online Beratung. Wer bisher aus Gründen der Verfügbarkeit oder des Komforts die Beratung per Telefon oder E-Mail dem persönlichen Besuch vorgezogen hat, kann von Online Beratung nur profitieren, da durch Screen Sharing eine zusätzliche Ebene für umfassende Beratung hinzukommt.

Die Deutschen ziehen auch bei wichtigen Finanzentscheidungen immer mehr das Internet zu Rate. Das zeigt auch eine Studie, die von der GfK Marktforschung im Auftrag von wikifolio.com durchgeführt wurde. Für die Studie wurden laut Pressemitteilung rund 2000 Männer und Frauen ab 14 Jahren befragt. 11% aller Befragter (und 16% der Befragten, die täglich das Internet nutzen) nutzen das Internet als Informationsquelle für Anlageentscheidungen und ebenfalls 11% recherchieren zuerst über den Internetauftritt der Hausbank. Auch wenn die Zahlen zunächst sehr niedrig wirken, darf nicht vergessen, was Andreas Kern, Gründer und CEO von wikifolio.com betont: „Wenn man bedenkt, dass lediglich 13 Prozent der Bevölkerung Aktien oder Aktienfonds besitzen, dann sind das vergleichsweise hohe Werte.“

Für Finanz- und Versicherungsberater ist es wichtig, diejenigen Interessierten, die sich ohnehin gerne online informieren, zu erreichen und die eigene Online-Recherche der Kunden mit professioneller und persönlicher Beratung zu ergänzen. Dabei stellt die Digitalisierung natürlich keineswegs eine Wegbewegung vom persönlichen Kontakt dar. Im Gegenteil: In vielerlei Hinsicht kann sie die Beratung sogar bereichern, beispielsweise wenn die Recherche aus Verfügbarkeitsgründen sonst nur über Online-Vergleichsportale ablaufen könnte.

Somit ist die Online Beratung kein Zeichen für die fortschreitende Distanzierung durch Digitalisierung, sondern eine Chance dafür, auch in einer Welt die immer mehr durch individuelle Recherche in Vergleichsportalen oder ähnlichen Seiten geprägt ist, den persönlichen Kontakt zwischen Berater und Kunden aufrecht zu erhalten, ohne dabei Komfort oder Effizienz einbüßen zu müssen.

Falls Sie sich auch mit dem Thema Online Beratung befassen möchten, aber noch nicht genau wissen, wie Sie einsteigen können, haben wir hier unsere wichtigsten Blog Posts dazu aufgelistet:

Wenn Sie selbst schon Erfahrungen mit der Online Beratung sammeln konnten und anderen Beratern davon berichten möchten, freuen wir uns natürlich, von Ihnen zu hören.