Mikogo - Schlüssel zur BewerbungAls wachsendes Unternehmen haben wir über die Jahre viele Bewerbungen gelesen. Obwohl wir jede einzelne davon selbstverständlich schätzen, hatten viele doch Verbesserungspotenzial. Manchmal überrascht es uns, wie unsauber einige Bewerber arbeiten, wie wenig sie über das Unternehmen wissen, bei dem sie arbeiten möchten, und wie wenig Sorgfalt sie in ihren Lebenslauf und das Anschreiben stecken. Das sind alles Fehler, die sofort auffallen, was sehr schade ist – schließlich will man als Bewerber ja idealerweise viele Stunden jeden Tag bei einer Firma verbringen und das wahrscheinlich über mehrere Jahre hin. Da kann es sich lohnen, mehr Zeit zu investieren um eine Stelle zu finden, die man wirklich will – und sich dann ordentlich darauf zu bewerben. Falls Sie momentan auf der Suche nach einer neuen Stelle sind, lesen Sie sich unsere Tipps durch. Wenn Sie den Bewerbungsprozess einmal aus Sicht eines Unternehmens betrachten, können Sie später viel Zeit sparen – und Ihre Erfolgsquote deutlich steigern.

Was Sie in Ihrer Bewerbung vermeiden sollten

Schicken Sie die Bewerbung nicht an die falsche Adresse.

Die meisten Unternehmen haben klare Abläufe, wie eine Bewerbung entgegengenommen wird. Meistens ist die richtige E-Mail-Adresse schon in der Stellenausschreibung angegeben. Schicken Sie Ihre Bewerbung genau an diese Adresse. Verwenden Sie keine info@… Adresse oder die eines anderen Angestellten – es sei denn, diese Person kennt Sie und hat zugestimmt, Sie an die Personalabteilung zu empfehlen. Andernfalls geht Ihre E-Mail auf dem Schreibtisch des falschen Adressaten unter. Die wenigsten Support-Mitarbeiter haben Zeit, Ihre Bewerbung für Sie an die richtige Adresse weiterzuleiten. Viele Firmen – auch Mikogo – benutzen für das Bewerbungsverfahren eine jobs@… Adresse.

Schreiben Sie nicht an die falsche Person.

Manche Jobangebote nennen einen Ansprechpartner. Wenn das der Fall ist, dann richten Sie Ihr Anschreiben an diese Person. Ich habe schon häufiger als mir lieb ist Anschreiben gelesen, die an einen „Herrn Müller“ gerichtet waren. Und wer genau soll das sein?

Nennen Sie die Firma nicht beim falschen Namen.

Bewerber die ihre Anschreiben in großen Wellen verschicken verwenden oft eine Standardbewerbung mit gleichem Lebenslauf und gleichem Anschreiben, in dem sie dann nur den Ansprechpartner, die Adresse und den Firmennamen austauschen. Manchmal sind diese Stellen im fertigen Anschreiben sogar noch sichtbar markiert! Viel schlimmer ist aber, wenn ein Bewerber vergisst, das Anschreiben anzupassen. „Sehr geehrte Damen und Herren, mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung für eine Position bei Microsoft gelesen.“ Wenn wir Stellenangebote für Positionen bei Microsoft ausschreiben würden, wüssten wir das aber. Ich verstehe, dass viele Bewerber wenig Zeit haben, aber ein Mindestmaß an Personalisierung im Anschreiben kann den Unterschied zwischen Ablehnung und Vorstellungsgespräch machen.

Machen Sie in Ihrer Bewerbung keine Schreibfehler.

Das ist etwas, was ich leider viel zu häufig sehe. Bewerber vergessen Satzzeichen, ganze Worte, oder schreiben ein Wort falsch. Schreibfehler und grammatikalische Fehler in Ihrem Anschreiben und Ihrem Lebenslauf lassen Sie sehr unsorgfältig wirken – und wir müssen davon ausgehen, dass Ihre Bewerbung zu einem gewissen Punkt Ihre Arbeitsweise widerspiegelt. Sie leisten hervorragende Arbeit? Wunderbar. Dann zeigen Sie es. Ein Unternehmen hat im ersten Schritt nur Ihre Bewerbung, um Sie zu beurteilen – in den allermeisten Fällen kennt Sie dort noch niemand persönlich. Also nutzen Sie die Bewerbung, um zu zeigen, wie sauber und sorgfältig Sie arbeiten.

Schicken Sie Ihre Bewerbung nicht in einem obskuren Dateiformat.

Machen Sie es dem Empfänger einfach und schicken Sie Ihre Bewerbung als PDF-Datei. Im Idealfall packen Sie Ihr Anschreiben, Ihren Lebenslauf und alle Zeugnisse und Nachweise in eine einzelne PDF-Datei mit einem kurzen Anlagenverzeichnis nach dem Anschreiben. Versetzen Sie sich in die Position des Empfängers: Ich will Ihre Bewerbung sehr gerne lesen. Dafür muss ich aber zunächst eine 20 MB große, passwortgeschützte ZIP-Datei herunterladen und entpacken, um dann zwölf einzelne Dateien aus Unterordnern herauszusuchen und zu öffnen. Wir wollen Ihre Bewerbung als ganzes betrachten, nicht permanent zwischen verschiedenen Dokumenten hin und her wechseln müssen. Sie wollen ja, dass die Person, die Ihre Bewerbung liest, gut gelaunt ist – also machen Sie ihren Job etwas leichter. Aber bitte beachten Sie: Manche Firmen haben sehr spezifische eigene Vorgaben, wie eine Bewerbung formatiert werden soll und ob alles per E-Mail geschickt werden soll oder ob manche Dokumente separat hochgeladen werden. Beachten Sie in erster Linie solche konkreten Vorgaben!

Erzählen Sie keinen Mist.

“Ich würde mich geehrt fühlen für Ihr hochgeschätztes, weltweit marktführendes Softwareunternehmen arbeiten zu dürfen. Ihr Unternehmen und Ihre Produkte sind in der Softwarebranche weltweit bekannt und angesehen.” Wenn ich so einen Einheitsbrei lese, will ich die Bewerbung am liebsten sofort löschen. Solche Bewerber verlassen sich auf große Modewörter um beeindruckend zu klingen, aber wenn man auch nur ein bisschen an der Oberfläche kratzt wird klar, dass sie das Unternehmen und die Produkte überhaupt nicht kennen. Sie sind oft leider auch nicht wirklich daran interessiert. Genau die gleiche Bewerbung wurde an dutzende oder sogar hunderte andere Firmen geschickt. Fragen sich solche Bewerber nie, wieso sie so wenige Rückmeldungen kriegen?

Mikogo - Dos für die Bewerbung

Was Sie in Ihrer Bewerbung tatsächlich tun sollten

Gehen Sie darauf ein, wieso Sie für diese Firma und dieses Produkt arbeiten möchten.

Haben Sie schon Erfahrung mit dem Produkt? Super, erzählen Sie in Ihrer Bewerbung davon! Erwähnen Sie auch im Anschreiben schon, was Sie an genau diesem Unternehmen mögen. Schauen Sie in die aktuellen Neuigkeiten und Pressemitteilungen über das Unternehmen und seine Produkte. Erläutern Sie, warum Sie für das Unternehmen arbeiten wollen und wieso Sie gut zu dem Unternehmen passen. Ja, Sie müssen etwas Zeit und Arbeit investieren um das Unternehmen zu recherchieren. Das ist aber mitunter eine sehr lohnende Investition. Wenn Sie zwei oder drei gut recherchierte und ausgefeilte Bewerbungen an Firmen schicken, für die Sie sich wirklich aufrichtig interessieren, kann sich das viel mehr lohnen als ein Standardanschreiben an zwei Dutzend Firmen zu schicken, die Sie nicht kennen. Und das wichtigste ist natürlich, dass Sie selbst wissen, wo Sie gerne arbeiten möchten und warum – es geht ja schließlich nicht nur um die Bewerbung.

Informieren Sie sich über die Ansprechpartner.

Wenn Sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden und wissen, mit wem Sie sprechen, sollten Sie sich vor dem Gespräch kurz über diese Personen informieren. Schauen Sie auf der Über-Uns-Seite des Unternehmens oder auf beruflichen Netzwerken wie XING und LinkedIn nach Ihren Ansprechpartnern. Dann wissen Sie schon, wer mit Ihnen sprechen wird und was die jeweilige Rolle dieser Personen im Unternehmen ist – das kann Ihnen am Tag selbst einiges an Nervosität nehmen.

Erklären Sie, wie Sie ins Team passen.

Haben Sie genau die Fähigkeiten, nach denen gerade gesucht wird? Oder passen Ihre Persönlichkeit und Ihre Überzeugung einfach ganz genau zu dem Unternehmen? Fähigkeiten und Qualifikationen können sich auch mit der Zeit entwickeln. Viele Bewerbungen werden daran entschieden, ob jemand persönlich gut ins Team passt und dort Potenzial zur Weiterentwicklung hat. Auch hier gilt aber: Erzählen Sie keinen Mist. Wenn Sie nicht ehrlich sind, kommt das früher oder später raus und davon profitiert wirklich niemand.

Diskussion: Haben Sie Ihre eigenen Tipps für Bewerbungen? Haben Sie selbst erfolgreiche Bewerbungen geschrieben, oder sind Sie ein Arbeitgeber, der immer wieder Bewerbungen liest? Wir freuen uns darauf, von Ihren Erfahrungen in den Kommentaren zu lesen.

Viel Erfolg mit Ihrer nächsten Bewerbung!