Mann im HomeofficeGerade wenn es um Zusammenarbeit geht, beschreiben wir in unserem Blog auch gern die Vorteile von Homeoffice, beziehungsweise Heimarbeit. Viele Arbeitnehmer schätzen die Vorteile von Heimarbeit, da sie so ihren Tagesablauf besser selbst strukturieren können. Laut einer Studie der Stanford University sinkt die Ausfallquote bei Mitarbeitern, die von zu Hause arbeiten, um 50%. Im Harvard Business Review wurde über eine ähnliche Untersuchung berichtet, laut der Heimarbeiter im Schnitt 13,5% mehr Anrufe erledigen als ihre Kollegen im Büro.

Man kann also davon ausgehen, dass Angestellte, die von zu Hause aus arbeiten, motiviert sind mehr zu arbeiten und ihre Aufgaben schneller und effizienter zu bewältigen. Schließlich sind solche Arbeitnehmer in der Regel auch bemüht, die Kinderbetreuung und andere außerberufliche Pflichten unter einen Hut zu bringen. Oft ist die Atmosphäre zu Hause im Vergleich zum Großraumbüro auch einfach ruhiger, so dass Anrufe und konzentrationsintensive Aufgaben besser erledigt werden können.

Verschiedene Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass sowohl Unternehmen als auch deren Mitarbeiter vom Homeoffice profitieren:

  • 52% der Angestellten gaben an, weniger häufig freinehmen zu wollen.
  • Das chinesische Reiseunternehmen Ctrip schätzt, in neun Monaten Telearbeit 1900 Dollar (rund 1700 Euro) pro Mitarbeiter eingespart zu haben. (siehe Harvard Business Review)
  • Die Mitarbeiter sind glücklicher, da sie mehr Schlaf bekommen, sich gesünder ernähren und mehr für ihren Körper tun.

Technologie ist im Homeoffice entscheidend

Technologie spielt eine entscheidende und wachsende Rolle in der flexiblen Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Etwa jeder achte deutsche Arbeitnehmer arbeitet laut einer Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) regelmäßig oder zumindest hin und wieder von zu Hause aus. Dass diese Quote noch so gering ist kann daran liegen, dass viele Angestellte (und Chefs) Heimarbeit auch heute noch mit traditioneller Arbeit im Büro vergleichen, wo die Mitarbeiter ständig vor Ort verfügbar sind. In einer Zeit, in der Angestellte dank moderner Kommunikationstechnologie wie Instant Messaging und Screen Sharing jederzeit und überall erreichbar sein können, ist diese Form von physischer Präsenz aber nicht mehr notwendig.

Damit Sie auch das meiste für sich aus dem Homeoffice herausholen können, geben wir Ihnen heute einige Tipps, wie Sie zuhause produktiv arbeiten können. Falls Sie noch auf die Heimarbeit hinarbeiten, helfen Ihnen die Tipps vielleicht auch dabei, Ihren Vorgesetzten zu überzeugen.

1. Trennen Sie das Heim von der Arbeit

Diesen Ratschlag haben Sie sicherlich schon hundertmal gehört. Üblicherweise zielt er in erster Linie darauf ab, eine Vermischung von Privat- und Berufsleben zu verhindern, indem man ein spezielles Arbeitszimmer einrichtet. Wir sehen wir die Sache eher aus einem anderen Winkel. Wir finden, die Trennung muss vor allem am Computer vollzogen werden. Arbeitsnehmer verwenden häufig ihre eigene Hard- und Software, um ihre Arbeit zu erledigen. Das kommt zunächst dem Arbeitgeber zu Gute, da er so Ausgaben spart. Für den Arbeitnehmer fördert es allerdings die Vermischung von privaten mit beruflichen Räumen. Das kann in beide Richtungen schief gehen – während der Arbeitszeit rasch die privaten Nachrichten lesen, nach Feierabend noch E-Mails von Kunden beantworten… Das klingt erstmal nicht weiter schlimm, kann aber auf lange Sicht sowohl zu Überarbeitung als auch zu Unproduktivität führen. Natürlich ganz zu schweigen von möglichen Sicherheitsbedenken, wenn Sie auf Ihrem privaten Rechner im Internet surfen und gleichzeitig mit vertraulichen Informationen arbeiten…

Heimarbeit

Falls Ihnen keine andere Hardware zur Verfügung steht empfehlen wir, dass Sie sich zumindest aus privaten Anwendungen ausloggen wenn Sie arbeiten, auch aus sozialen Netzwerken. Grundsätzlich sollten Sie auf jeden Fall separate E-Mail-Adressen für privaten und beruflichen E-Mail-Kontakt haben. Für den Fall, dass Sie viele persönliche Programme auf Ihrem Rechner laufen haben, durch die Sie abgelenkt werden könnten, raten wir Ihnen, sich zwei verschiedene Accounts anzulegen: einen für die Arbeit und einen fürs Private. Durch Bildschirmhintergründe können Sie die beiden Bereiche dann auch optisch voneinander abtrennen – fast so gut wie ein Arbeitszimmer!

2. Halten Sie auch zuhause den Kontakt zum Team

So praktisch es sein mag, nicht unnötig abgelenkt zu werden: Mancher Heimarbeiter vermisst dennoch den Kontakt ins Büro. Eine Option, um auch weiter in die Prozesse involviert zu sein, ist ein tägliches (oder zumindest wöchentliches) Online-Meeting. Über Mikogo können alle Teammitglieder zusammenfinden und gemeinsam die anstehenden Aufgaben und Projekte besprechen. Jeder kann die eigenen Projekte vorstellen und erfährt, woran andere gerade arbeiten. So fühlen sich alle trotz der Entfernung als Teil des Teams.

Teamwork

Wenn es sich anbietet, können Sie vielleicht auch einen Tag pro Woche im Büro verbringen. Dann können persönliche Gespräche oder wichtige Besprechungen auch direkt abgehalten werden und Sie können den Kontakt zu Ihren Kollegen beim gemeinsamen Mittagessen auffrischen.

3. Teilen Sie Ihren Fortschritt mit

Ihr Chef hat das Homeoffice genehmigt – herzlichen Glückwunsch! In den meisten deutschen Unternehmen sind das noch die Vorreiter. Ihr Verhandlungserfolg gehört zu den vorsichtigen Fühlern, die in die neue Richtung ausgestreckt werden, und vielleicht hat Ihr Vorgesetzter auch noch so seine Bedenken. Zeigen Sie ihm, dass seine Sorgen unbegründet sind. Teilen Sie ihm unabhängig von Team-Meetings mit, woran Sie gerade arbeiten, wie das Projekt läuft, und welche Fortschritte Sie bisher erreicht haben. Dann merkt er bald, dass Sie im Homeoffice genauso gut, wenn nicht besser, arbeiten als im Büro und gewöhnt sich bald an den Gedanken. Außerdem kann eine solche Berichterstattung auch Ihnen selbst helfen zu sehen, was Sie in den letzten Tagen schon alles geleistet haben – das kann ein guter Motivationsschub sein!

4. Machen Sie einen Zeitplan

Homeoffice mit KindZeitmanagement ist ein sehr wichtiger Faktor beim Arbeiten, egal ob von zuhause oder aus dem Büro. Je nachdem, wie Ihre Lebenssituation gerade aussieht, gelten fürs Homeoffice aber noch ein paar andere Regeln. Müssen Sie zwischendrin die Kinder aus der Kita abholen? Wollten Sie noch einkaufen gehen? Der Vorteil von Heimarbeit ist, dass Sie Ihre Mittagspausenzeit viel produktiver nutzen können als wenn Sie an den Schreibtisch gekettet sind. Sie sollten sich aber immer bewusst sein, was Heim- und welche Arbeitszeit ist. Wenn Sie schon vorher planen können, wann Sie nicht am Schreibtisch sind, geben Sie auch Ihren Kollegen rechtzeitig Bescheid, falls jemand versucht, Sie zu erreichen.

Wenn Sie erfolgreich von zu Hause aus arbeiten wollen, brauchen Sie viel Eigenmotivation und Selbstständigkeit. Falls Sie Glück haben, lässt Ihr Chef Sie relativ frei und eigenverantwortlich arbeiten, sodass Sie Ihre Zeiteinteilung selbst in der Hand haben.

Ihre Meinung: Haben Sie auch Tipps fürs erfolgreiche Homeoffice? Wir freuen uns darauf, Ihre Erfahrungen zu hören!