Immer mehr Angestellte oder Selbstständige arbeiten zumindest gelegentlich von zuhause oder von einem anderen Ort aus, der nicht im Bürogebäude liegt. Mit technologischen Fortschritten wird es zunehmend leichter, abseits von Großraumbüros zu arbeiten. Das wirft eine wichtige Frage auf: Wie richten Sie Ihren externen Arbeitsplatz ein?

Arbeitsplatz

Bevor Sie sich aufs Sofa lümmeln und den Fernseher zur Hintergrundbeschallung einschalten, lesen Sie unseren Beitrag. Wir geben Ihnen einige Tipps und Anregungen für Ihren externen Arbeitsplatz, an dem Sie konzentriert und effizient arbeiten können. Dann kommen Sie früh und zufrieden in den Feierabend – und wenn Sie möchten, aufs Sofa.

Ein fester Platz für Ihre Arbeit

Wenn Sie Platz für ein Arbeitszimmer haben, ist das natürlich ideal. Hier können Sie frei von Ablenkungen arbeiten und die Arbeit nach Feierabend auch zurück lassen. Aber auch falls Sie kein komplettes Arbeitszimmer einrichten können, bleiben Ihnen viele Optionen. Der Grundgedanke ist, dass Sie einen bestimmten Ort haben, an dem Sie arbeiten – egal ob es ein ganzes Zimmer oder nur ein abgegrenzter Bereich ist. Wenn Sie einen Arbeitsbereich in einem anderen Zimmer einrichten, überlegen Sie sich vorher, wo Sie Raum dafür haben. Das Schlafzimmer ist nicht unbedingt die beste Option, da das durchaus zu Schlafproblemen führen kann – manchmal passt der Schreibtisch besser ins Ess- oder Wohnzimmer.

Denken Sie an Ihre Haltung

ArbeitshaltungAn den externen Arbeitsplatz sollen die gleichen Anforderungen gestellt werden wie an Ihren Schreibtisch im Büro – und das mit gutem Grund. Natürlich ist das Sofa erstmal verlockend, aber wenn Sie erstmal ein paar Stunden am Couchtisch kauern, werden Sie die Folgen in Nacken, Schultern und Rücken spüren. Ein Monitor auf Augenhöhe bringt Sie da deutlich bequemer durch den Arbeitstag. Achten Sie darauf, was Ihnen auf Anhieb unbequem erscheint – diese Dinge würden Sie wahrscheinlich im Verlauf der nächsten Stunden massiv stören. Finden Sie besser direkt eine Lösung. Auch wenn Sie zwischendurch in einem Café oder im Park arbeiten möchten, sollten Sie Ihre Gesundheit (und vor allem Ihren Rücken) nicht außer Acht lassen.

Besorgen Sie sich die nötige Ausrüstung

Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber darüber, welche Ausrüstung Sie benötigen um von einem externen Arbeitsplatz zu arbeiten, und was davon er Ihnen zur Verfügung stellen kann. Das behinhaltet die Ausstattung Ihres Arbeitsplatzes (Laptop, Monitor, Bürostuhl, und so weiter), aber auch Software, die Sie für Ihre Arbeit benötigen. Wenn Sie selbstständig sind, müssen Sie sich natürlich selbst darum kümmern, also machen Sie sich frühzeitig Gedanken darüber, was Sie alles brauchen.

Überlegen Sie sich, wofür Sie beispielsweise einen Computer nutzen möchten und lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten. Es ist besser, jetzt etwas mehr Geld auszugeben, als sich monatelang mit einem schwachen Gerät rumzuärgern und später doppelt zu zahlen. Wenn Sie kein Technik-Experte sind kann es außerdem nützlich sein, schon vor den ersten Problemen einen Fachmann zu kontaktieren, der Ihnen dann im Notfall zur Verfügung steht.

Wenn Sie an einem anderen Ort arbeiten als der Rest Ihres Teams oder Ihr Auftraggeber, dann benötigen Sie auch Software um miteinander zu kommunizieren. Dabei kann Ihnen beispielsweise Mikogo helfen. Dann müssen Sie nicht mehr endlos Dateien hin und her schicken, sondern können alles einfach direkt in Echtzeit besprechen.

Bei der Auswahl von Software sollten Sie einige Fragen im Hinterkopf behalten:

  • Wie oft werden Sie diese Software benutzen?
  • Wenn Sie ohne diese Lösung arbeiten, was ist Ihre Alternative? In anderen Worten: Wie viel Zeit und Aufwand spart Ihnen die Software?
  • Entspricht sie Ihren Bedürfnissen und denen Ihrer Kollegen oder Kunden? (Funktioniert die Software beispielsweise auch auf Linux, Mac und Windows?)
  • Ist die Software für Sie intuitiv zu nutzen?

Sichern Sie sich ab

Ortsunabhängige Arbeit bietet Ihnen viele neue Möglichkeiten – allerdings auch einige Risiken. Sie können sich zuhause oder unterwegs nicht auf die Infrastruktur eines Bürokomplexes verlassen. Sie haben keinen Systemadministrator zur Hand, der Ihre abgestürzte Festplatte rettet. Wenn der Strom oder Ihr Internetzugang ausfällt, müssen Sie sich selbst um eine Lösung kümmern. Überlegen Sie sich also einen Notfallplan bevor der Notfall eintritt. Haben Sie einen Ort, zu dem Sie wechseln könnten um Ihr Projekt störungsfrei zuende zu bringen? Auch wenn Ihr Notfallplan ganz einfach ist (Sie gehen in die Stadtbibliothek oder in das nächste Café mit Internetzugang), kann er Ihnen später viel Stress ersparen. Je nachdem, woran Sie arbeiten, können auch Pläne darüber hinaus sinnvoll sein. Sichern Sie wichtige Daten auf externen Speichermedien oder in der Cloud. Organisieren Sie sich Backup-Hardware wie beispielsweise ein Netbook, falls Ihre Hardware versagt. Dann wird eine potenzielle Katastrophe ganz einfach zu einer minimalen Störung, um die Sie sich später kümmern können.

Absicherung

Ihr System sollte zu Ihnen passen

Vielleicht haben Sie Kollegen oder andere Bekannte, die von einem externen Arbeitsplatz aus arbeiten. Wahrscheinlich haben Sie auch schon gesehen, wie andere arbeiten, und einige Artikel wie diesen hier mit Ratschlägen für Ihren Home Office Arbeitsplatz gelesen. Der wichtigste Tipp, den wir Ihnen geben können, ist aber: Ihr Arbeitsplatz muss für genau eine Person funktionieren – und das sind Sie. Ratschläge von anderen, die bereits Erfahrungen gemacht haben, sind oft sehr nützlich und können gute Denkanstöße geben, allerdings sind sie fast nie allgemeingültig. Manche Leute arbeiten am besten in einem dedizierten Arbeitszimmer, andere arbeiten lieber in einem Café mit einem gewissen Geräuschpegel im Hintergrund. Wenn Sie Kinder im Haus haben, ist Ihr Arbeitsplatz sicherlich wieder ganz anders organisiert. Lassen Sie sich nicht zu viele vermeintliche Regeln vorschreiben. Überlegen Sie sich, wie Sie arbeiten möchten, und was für Sie nachhaltig funktioniert – auch in Hinblick auf Ihre Gesundheit. Wenn es Sie dann immernoch eher auf den Sessel als an den Schreibtisch zieht dann ist das vielleicht auch der Ort, an dem Sie produktiv sein können und sich wohl fühlen. Am Ende ist es schließlich Ihr Arbeitsplatz, und nicht der Ihrer Kollegen oder Bekannten.

Ihre Meinung

Haben Sie Ihren Arbeitsplatz zuhause oder an einem anderen Ort selbst eingerichtet? Welche Prioritäten haben Sie dabei gesetzt – sind Sie lieber isoliert in einem eigenen Zimmer, oder haben Sie gerne Familie oder andere Leute um sich? Ihre Erfahrungen und Ratschläge können Sie gerne in den Kommentaren teilen.