Remote Desktop reduziert Personalkosten.

Remote Desktop Tech­no­lo­gien bilden eine spezi­elle Vari­ante des Remote Access auf einen entfernten („remote“) Computer. Dabei wird per Screen Sharing der Bild­schirm über­tragen und die Über­nahme von Maus und der Tastatur des anderen Rech­ners erlaubt die komplette PC Fern­steue­rung. Für den Remote-Desktop exis­tieren zwei wich­tige Anwen­dungs­ge­biete. Im User Help Desk wird eine effek­tive Unter­stüt­zung des Anwen­ders vor Ort ermög­licht, ohne dass sich der Mitar­beiter des IT Support zu dessen Rechner begeben muss. Eine zweite Anwen­dung bilden die so genannten Terminal Server. Solche Server gene­rieren die Benut­zer­ober­flä­chen für die ange­schlos­senen Rechner, denen dabei ledig­lich noch die Aufgabe zukommt, dem Anwender diese Ober­fläche anzu­zeigen und die Maus- und Tasta­tur­ein­gaben der User an den Termi­nal­server zu übertragen.

Der Remote Desktop im User Helpdesk

Der PC Support ist eine sehr zeit­auf­wän­dige Aufgabe, wenn die Mitar­beiter des Supports zur Behe­bung von PC Problemen stets vor Ort beim jeweils betrof­fenen Rechner sein müssen. Wird eine Remote Desktop Lösung einge­setzt, redu­ziert sich die Anzahl der zwin­gend vor Ort zu behe­benden Fälle dras­tisch, da die Remote Support Mitar­beiter damit viele Aufgaben direkt von ihrem Arbeits­platz aus erle­digen können. Ledig­lich Hard­ware­pro­bleme oder solche Soft­ware­pro­bleme, die ein ordnungs­ge­mäßes Hoch­fahren des Rech­ners verhin­dern, erfor­dern nach wie vor einen Einsatz direkt am PC. Da der Einsatz des Remote Desktop auch über das Internet möglich ist, kann so per Remo­te­zu­griff der PC Support für mehrere Stand­orte weit­ge­hend zentra­li­siert werden.
Benö­tigt wird eine spezi­elle Fern­war­tungs­soft­ware. In die Betriebs­sys­teme führender Hersteller ist eine solche Soft­ware inte­griert, viele Dritt­an­bieter bieten aber auch entspre­chende Lösungen an. Ein solches Remote Programm setzt entweder zwin­gend voraus, dass der betroffen Anwender der Über­nahme seines Bild­schirms per Maus­klick zustimmt, oder lässt sich zumin­dest so konfi­gu­rieren, dass eine solche Zustim­mung erfor­der­lich ist. Diese Option sollte gewählt werden, da sie erfah­rungs­gemäß die Akzep­tanz von Remote Control Tech­no­logie erhöht.

Remote-Desktop als Zugriff zum Terminalserver

Ein Termi­nal­server erzeugt die dem Anwender vertraute Benut­zer­ober­fläche für jeden Client selbst und über­trägt diese über das Netz­werk. Man denke etwa an den VCN bzw. VNC Server. Der Client Computer wird damit zum bloßen Eingabe- und Anzei­ge­ter­minal. Im Gegen­satz zu klas­si­schen Termi­nals wird hier aber z.B. die gesamte grafi­sche Windows Ober­fläche per Desktop Sharing Tech­no­logie als Remote-Desktop darge­stellt. Die Hard­ware­an­for­de­rungen an den Client Computer sind dadurch nur minimal, weswegen auch ältere PCs einge­setzt werden können oder auch so genannte „Thin Clients“, die für keine andere Aufgabe als die Darstel­lung des Remote Desktop konzi­piert sind. Ein wesent­li­cher Vorteil dieser Tech­no­logie liegt in der verein­fachten Wartung, da sämt­liche Soft­ware nur auf dem Server instal­liert wird und die auf reine Anzei­ge­ge­räte redu­zierten Clients im Falle eines Defekts problemlos ausge­tauscht werden können.